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Naturverträglich klettern

Gerade die wachsende Beliebtheit des Kletterns wirft die Frage auf, inwiefern es möglich ist, naturverträglich an die Wand zu gehen. Die IG Klettern setzt sich dafür ein, dass wir alle dauerhaft heimatnah klettern können.

Naturschutz als Grundlage des KlettersportsNaturschutz

Der Schutz der Natur ist ein zentraler Bestandteil des Kletterns. Um ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Outdoor-Sport und Umweltschutz zu gewährleisten, haben die IG Klettern und der DAV gemeinsam mit Naturschutzorganisationen sowie Behörden entsprechende Kletterregelungen entwickelt. Diese beinhalten unter anderem die Einteilung von Felsbereichen in verschiedene Zonen sowie zeitlich begrenzte Sperrungen zum Schutz brütender Vögel. Dadurch konnten umfassende und dauerhafte Zugangsbeschränkungen weitgehend vermieden werden.

Auch der Erhalt der Pflanzenwelt spielt eine wichtige Rolle. Die gezielt angelegten Zustiegswege sorgen dafür, dass die Vegetation abseits der Routen geschützt bleibt. Zudem wurden Felsbereiche freigestellt, die über Jahrzehnte zugewachsen waren. Dies schafft bessere Bedingungen für seltene, standortgebundene Pflanzenarten, die auf spezielle Lebensräume angewiesen sind.

Zum Naturschutz gehört ebenso die Rücksichtnahme auf die Menschen vor Ort. Deshalb suchen wir aktiv den Dialog mit Anwohnern, die sich durch den Kletterbetrieb gestört fühlen könnten – auch wenn dies nicht immer auf rücksichtsvolles Verhalten zurückzuführen ist. Durch gemeinsame Lösungen möchten wir Konflikte reduzieren und langfristige Einschränkungen sowie behördliche Maßnahmen vermeiden.

 

Empfehlungen zum naturverträglichen Klettern

Du kannst selbst einen wichtigen Beitrag leisten, damit das Klettern in der Natur noch lange möglich ist:

  • AnreiseReise mit anderen an und informiere dich darüber, inwiefern du per „Ecopoint“ anreisen kannst.
  • Parken: Stelle dein Auto nur auf dafür vorgesehenen Orten ab, versperre keine Wege und halte Zufahrten für Traktoren frei. Nimm ggf. ein paar mehr Zustiegsmeter in Kauf, um mit deinem Auto niemanden zu stören.
  • Zustiegswege: Bleibe immer auf den Wegen, zerstöre keine Vegetation und nimm keine Abkürzungen zum Fels.
  • Ruhe: Verhalte dich ruhig am Fels. Nimm Rücksicht auf Waldbewohner und andere Kletterer. Höre keine Musik am Fels, außer über Kopfhörer.
  • Hunde: Um die Waldbewohner nicht zu stören, lass deinen Hund an der Leine.
  • Schuhe: Schau, dass du nur mit sauberen Sohlen in deine Route einsteigst. Schmutz auf dem Fels sorgt langfristig für die polierten Tritte, die keiner mag. Wenn du deine Schuhe vor jedem „Go“ säuberst, haben sie auch besseren Grip (Fußmatte oder Handtuch).
  • Chalk und Bürsten: Passe die Verwendung von Chalk den Gegebenheiten im Klettergebiet an. Putze Routen nach jedem Durchstieg. Entferne Tickmarks direkt nach deinen Versuchen. Benutze nur Bürsten aus Naturfaser, niemals aus Metall.
  • Felsköpfe: Zum Schutz der empfindlichen Felskopfvegetation enden die Routen meist an den Umlenkhaken. Von diesen sollte abgebaut bzw. abgeseilt werden.
  • Abfall: Nimm eine Mülltüte mit. Halte die Natur sauber und sammle sowohl deinen eigenen Müll als auch den von Anderen ein.
  • Wer muss, der muss: Entferne dich für die „Notdurft“ vom Wandfuß, aber auch von Flüssen und Bächen. Grabe ein Loch und bedecke es nachher gut mit Erde.

Zu Gast im Lebensraum Wald und Felsen

Bitte beachte grundsätzlich: Du bist zu Gast am Fels. Beim Klettern hältst du dich im Lebensraum zahlreicher wildlebender Tier- und Pflanzenarten auf – die allgemein nach Bundesnaturschutzgesetz geschützt sind (§ 39 BNatSchG). 

Wie solltest du dich verhalten, wenn Tiere am Fels sind?

Ob Siebenschläfer oder Singvogel oder eine andere Tierart: Am besten hältst du Abstand und verhältst dich ruhig – Lärm ist ein riesiger Störfaktor für Tiere. Weise andere auf die Situation am Felsen hin und erkunde im Idealfall einen anderen Felsen. Bei einem Vogelnest in der Route gilt: Die Route nicht beklettern und eigenständig mit Hinweiszettel oder -tape am Einstieg für nachfolgende Kletternde sperren: „Wegen Vogelbrut nicht klettern“ (Datum nicht vergessen).

Parkenparking front a6

Darunter, dass manche Kletterer und Wanderer zusätzliche Laufmeter scheuen, leiden meist Anwohner und Landwirte, die auch am Wochenende tätig sind. Unser Flyer soll Betroffene unterstützen und ihnen etwas gegen Falschparker an die Hand geben. Dieser Flyer kann an problematischen Parkstellen an Landwirte und Anwohner verteilt werden. Dies ist im Interesse von allen, die das Abschleppen von Autos und Felssperrungen vermeiden möchten.

Teilen und Vervielfältigen der Vorlagen ist ausdrücklich erwünscht!